Bonamy Dobree – Suggia, Stradivari 1717

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Der englische Cellist Hancock spielte es, der englische Gelehrte und Namensgeber Bonamy Dobree besass es – dieses Violoncello von Stradivari aus dem Jahre 1717. Die bewegende Geschichte dieses kostbaren Cellos beginnt eigentlich mit der geheimnisvollen, divenhaften Portugiesin Guilhermina Suggia (1885-1950), die im Spiel mit ihrem Lieblingscello durch technische Perfektion und gefühlvolle Interpretation verschmolz, und beide gemeinsam ihr Publikum mit warmen und tiefen Tönen verzauberten. Nach aussen extravagant und sprunghaft, nach innen intelligent und warmherzig lebte Suggia viele Leben: in Paris als Schülerin und Geliebte von Pablo Casals, in London als Grande Dame und Kosmopolitin, in Porto als die Sehnsuchtsvolle und Heimatsuchende. Der Mensch ist fasziniert, wenn Schönheit so unerklärlich ist. Das beschreibt Guilhermina Suggia und ihr Cello. In der Londoner Tate Gallery hängt das berühmte Gemälde von Sir August John, auf dem er Suggia und ihr Cello in harmonischer Einheit zeigt. Nach Suggias Tod wurde das Instrument verkauft; der Erlös kam Stipendiaten der Royal Academy of Music zugute.


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