King George

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Diese kostbare Geige aus dem Jahr 1710, benannt nach ihrem Eigentümer, dem englischen König Georg III., wurde von ihm 1800 einem schottischen Offizier geschenkt. Dessen Motto: «Nicht ohne meine Stradivari», denn er vergötterte dieses Instrument. Als Kavallerist unter Wellington fiel er in der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815. Seine Geige «überlebte». Man fand sie unversehrt in den Satteltaschen seines Pferdes. Der Spohr-Schüler Bernhard Molique war ihr nächster Eigentümer. Darauf folgte dessen Schüler Baron von Dreyfuss. Das Verhältnis der Familie Dreyfuss zur King George war mehr als eine Affäre. Die Beziehung dauerte bis 1889. Der Berliner Geigenexperte August Riechers war der neue Eigentümer. Der deutsch-amerikanische Händler Emil Hermann kaufte sie Professor Meyer ab und verkaufte sie weiter nach Tokio. Vor Ausbruch des 2. Weltkriegs fand sie auf nicht dokumentiertem Weg zurück nach Berlin.


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