Aurea

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Die «Goldene» stammt aus Stradivaris «Goldener Periode» (ca. 1700-1720). In dieser Zeit war des Meisters geniales Können ausgereift, er baute seine besten Instrumente. Darunter die Aurea aus dem Jahr 1715. Vermutlich hat Stradivari diese Geige nach dem «Goldenen Schnitt» (sectio aurea) proportioniert. Dieser bezeichnet das besondere mathematische Teilungsverhältnis, wonach der kleinere Teil sich zum grösseren verhält, wie der grössere zur gesamten Strecke. Nach diesem geometrischen Muster berechnete er die klanglich optimale Position der ƒ-Löcher. Heraus kam diese schlanke, handliche Geige, die, leicht spielbar, durch eine unvergleichliche Klangfülle brilliert. Ihre Geschichte ist ab Mitte des 19. Jahrhunderts nachvollziehbar, als der Geiger Prof. Bartl dieses Instrument besass, es nach einer Fingerverletzung auf das Rechtsspiel umbauen liess und auf diese Weise 40 Jahre lang spielte. 1909 hat die Aurea vermutlich den Besitzer gewechselt. Im selben Jahr wurde sie restauriert und ist seitdem wieder links zu spielen. Ihr goldener Klang ist uns erhalten geblieben.


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